| Verschiedene leistungsstarke Digitalservos
können während des Betriebs Störsignale auf der
Betriebspannung erzeugen, die durch den Kommutierungszyklus
zwischen Servo-Elektronik und Servomotor hervorgerufen werden.
Die typischen Piepgeräusche dieser Servos sind ein Effekt der
digitalen Ansteuerung. In der Industrie ist dieses Problem
seit längerem bekannt. Hier versucht man durch geschickte
Ansteuerung der Motoren eine verbesserte Stromwellenform zu
erreichen um Stromspitzen innerhalb des Systems zu begrenzen,
um entstehenden Rückspannungen gar nicht erst aufkommen zu
lassen, Geräusche zu minimieren und letztendlich auch den
Wirkungsgrad zu verbessern. In den Modellbau scheint diese
Technik aber noch nicht ganz vorgedrungen zu sein.
Die bei den Schaltvorgängen innerhalb des Servos
auftretenden Störspannungen können bis zum Doppelten der
Betriebsspannung betragen und können bei allen Systemen
auftreten, die Shottky-Dioden, jegliche Art von Spannungs-
oder Strombegrenzern oder Spannungsreglern enthalten.
Betroffen hiervon sind sämtliche am Markt erhältlichen
Doppelstromversorgungen oder BEC-Systeme.
Unter ungünstigen Bedingungen können folgende Symptome
hervorrufen werden:
- zittern oder ungewollte Bewegungen des gesteuerten oder
anderer Servos
- kurzzeitige Überschreitung der maximal zulässigen
Betriebsspannung der angeschlossenen Servos
- im schlimmsten Fall plötzlicher Ausfall von Servos mit der
Gefahr des Kurzschlusses der Betriebsspannung
Schließen Sie daher bei Verwendung digitaler Servos
grundsätzlich den im Zubehör erhältlichen Entstörkondensator
an einem beliebigen Servoausgang Ihrer Easy-Patch
Doppelstromversorgung an. Dieser Kondensator nimmt die durch
die Servos erzeugte Energie auf, glättet sie und macht das
Gesamtsystem noch belastbarer für höhere Spitzenströme.
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Entstörung des Gesamtsystems
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- Schließen Sie den Entstörkondensator an einen beliebigen
Servoanschluss an.
- Achten Sie auf die richtige Polung des Steckers. Der
Minus-Anschluss (braun oder schwarz gekennzeichnete Ader)
muss immer zur Unterseite des Moduls ausgerichtet sein oder
wie auf dem Modul gekennzeichnet eingesteckt werden!
- Schließen Sie den Entstörkondensator nicht an den
Empfänger-Port und auch nicht direkt an den Empfänger an!
- Verlängern Sie nicht das Anschlusskabel des
Kondensators!
- Befestigen Sie den Kondensator mit dem beiliegenden
Befestigungsmaterial
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Entstörung einzelner Servos
Falls Sie sehr leistungsstarke kleine Digitalservos oder
größere Digitalservos z.B. der Standardgröße verwenden,
entstören Sie jedes einzelne Servo. Diese Maßnahme unterbindet
Störungen direkt an ihrem Entstehungsort und verhilft dem
Servo zu noch mehr Durchzug.
Gehen Sie wie folgt vor: |
- trennen Sie das Servoanschlusskabel kurz vor dem Servo
mit einem Seitenschneider und entfernen Sie die Isolierung
der Adern auf einer Länge von ca. 5 mm
- entfernen Sie auch die Isolierung von dem an das Servo
anzuschließende Kabel auf einer Länge von ca. 5 mm
- verdrillen und verlöten Sie alle gleichfarbigen Adern
miteinander
- löten Sie den im Zubehör erhältlichen Kondensator mit
der richtigen Polung an die roten und braunen Adern an.
- Sichern Sie die Lötstellen mit dem beiliegenden
Schrumpfschlauch.
- Ziehen Sie anschließend ein Stück Schrumpfschlauch über
den gesamten Kondensator und die Anschlusskabel.
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Entstörung mehrerer Servos
am Tragflächenanschluss
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- löten Sie in diesem Fall den Kondensator wie abgebildet
parallel zu den Stromversorgungsanschlüssen der Servos mit
an die Hochstromverbinder in der Tragflächenwurzel.
- Achten Sie auf die richtige Polung des Kondensators und
aller Anschlusskabel!
- löten Sie Plus-Pol des Kondensators und die roten
Leitungen aller Servos gemeinsam an den Plus-Kontakt.
- löten Sie den Minus-Pol des Kondensators und die braunen
Leitungen aller Servos gemeinsam an den Minus-Kontakt des
Sub-D-Steckverbinders.
- Schützen Sie anschließend alle Lötstellen mit
Schrumpfschlauch.
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